Projekt StadtteilDetektive – Kinder entdecken ihre Stadt

 

"Architektur gibt unserem Lebensraum einen Rahmen, den wir täglich mehr oder weniger bewusst wahrnehmen. Architektur stellt aber auch eine eigene „Sprache“ dar, die wir lesen können müssen. In den Lehrplänen der Grundschule spielt Architektur in Deutschland – im Gegensatz z.B. zum angelsächsischen Raum – aber nur eine untergeordnete Rolle. Daher hat die Stiftung Polytechnische Gesellschaft die Initiative des Deutschen Architekturmuseums für ein Kooperationsprojekt zwischen Grundschulen und Museum aufgegriffen und mit weiterentwickelt: Als „StadtteilDetektive“ lernen Viertklässler ihre Schule, ihren Stadtteil und zentrale Punkte ihrer Stadt kennen und werden an grundlegende Architektur-Themen herangeführt. Frankfurt bietet als Wirkungsstätte von Ernst May und Martin Elsaesser ein einzigartiges kulturelles Erbe, das zum Beispiel mit dem Neubau der Europäischen Zentralbank immer noch aktuell und spannend ist."

Quelle: http://www.dam-online.de/portal/de/Vermittlung/Publikationen/1959/0/75875/mod1659-details1/1888.aspx

 

1. Tag

Der erste Projekttag führte in das gezielte „Sehen Lernen“ ein und machte deutlich, wie wichtig eine bewusste und differenzierte Wahrnehmung ist. Die Schüler übten sich im genauen Betrachten und Einprägen von Details, zunächst an Personen, dann im Klassenzimmer und schließlich auf dem Gelände des Schulhofs .

2. Tag

Auf der Grundlage neuer Entdeckungen z.B. baulicher Details im Klassen­zimmer, am Schulgebäude und auf dem Schulhof ergänzten die Schüler zunächst gemeinsam die Tafelskizze einer Hausansicht mit Begriffen aus der Architektur. Die folgende Übung förderte Fertigkeiten sowohl in der grafischen Darstellung als auch in der Beschreibung eines Gebäudes. Ergänzend wurden Messwerkzeuge vorgestellt, ausprobiert und der Umgang mit ihnen in einem Schätzwettbewerb geübt.

3. Tag

Die Schüler erstellten gemeinsam eine Liste mit Orientierungsmerkmalen aus der Erinnerung und ordneten diese in Kategorien (Gebäude, Plätze, . . .) zu einer Planlegende. Auf dieser Grundlage zeichneten sie ihren Schulwegplan und nutzten diese Zeichnung anschließend zur Orientierung auf einem Luftbild, um dort ihr Wohnhaus zu finden.

4. Tag

Die Schüler folgten in Kleingruppen, jeweils mit zeitlichem Abstand, einer festgelegten Route, ausgehend vom Schulgebäude. Sie bearbeiteten dabei einen Fragebogen und folgten Wegbeschreibungen. Nach der Rückkehr wählten die einzelnen Teams ein markantes Gebäude oder einen Platz auf der Route aus, das oder den sie als dreidimensionales Modell nachbauten.

5. Tag

Die Schüler vollzogen an diesem Tag gedanklich den Blickwechsel vom Stadtteil zur Stadt. In den Übungen wurden charakteristische Bauwerke der Stadt und schließlich Wahrzeichen thematisiert. Anschließend folgte der zeichnerische Entwurf eines Wahrzeichens im Wettbewerb. Die argumentative Bewertung der Entwürfe durch die Schüler führte zur Wahl eines Gewinners.

 

6. Tag

Die Schüler folgten in kleinen Gruppen, jeweils mit zeitlichem Abstand, einer fest gelegten Route in der Stadt. Sie bearbeiteten dabei einen Fragebogen mit Fragen zu Umgebungsdetails und folgten Wegbeschreibungen.

 

7. Tag

Im gemeinsamen Gespräch erinnerten sich die Schüler an eindrucksvolle Orte und Bauwerke. Diese wurden entweder als Bild oder Text dargestellt und zu einer großen, gemeinsamen Collage zusammengefügt.

 

Besuch im Deutschen Architekturmuseum

Zum Abschluss des Projekts besuchten die Schüler  die Dauerausstellung des DAM „Von der Urhütte zum Wolkenkratzer“. Danach bauten die Schüler möglichst hohe und/oder stabile Gebäude aus Papierstreifen.

 

Die Schüler und Kollegen des gesammten Jahrgangs 4 bedanken sich ganz herzlich bei Frau Gebhardt für die tolle Durchführung des Projektes!

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